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30. April 20264 Min LesezeitCaesar · MES · SAP B1 · Mittelstand

Warum Caesar statt Standard-MES

Standard-MES sind für Konzerne gebaut. Mittelständische Fertiger brauchen etwas anderes: pragmatisch, in SAP B1 eingebettet, von Werker:innen mitgestaltet. Hier ist warum.

Standard-MES sind für Konzerne gebaut. 50.000 Mitarbeiter, 30 Werke, ein 24-monatiges Implementierungsprojekt mit dreistelligem Berater-Tagessatz. In dieser Liga gewinnen die großen Anbieter. Und sollen sie auch.

Mittelständische Fertiger spielen ein anderes Spiel. 30 bis 200 Mitarbeiter:innen, eine Halle, vielleicht zwei Standorte. Der Geschäftsführer kennt jeden Werker beim Vornamen. Eine Implementierung, die zwei Jahre dauert, killt die Liquidität, bevor sie Wert liefert.

Caesar ist anders gebaut

Wir haben Caesar nicht im Konferenzraum entworfen. Caesar ist in einer Werkstatt entstanden, bei Efinger-Instruments in Mühlheim an der Donau. Dort läuft Caesar jeden Tag im echten Schichtbetrieb. Jede Funktion wird dort getestet, bevor sie zu einem Kunden kommt. Wenn etwas nicht funktioniert, steht die Produktion still. Also funktioniert es.

Drei Prinzipien

  1. SAP B1 ist die Wahrheit. Aufträge, Stücklisten, Lager und Buchungen leben in SAP. Caesar holt sich, was er braucht, und schreibt zurück, was er erfasst, über den offiziellen Service Layer. Keine zweite Datenhaltung, keine Sync-Probleme um 3 Uhr morgens.
  2. Werker:innen sind die Designer. Wir sitzen nicht im Konferenzraum und überlegen uns, wie BDE auszusehen hat. Wir gehen in die Halle. Wir schauen zu, wo Werker:innen fluchen. Da bauen wir das nächste Feature.
  3. Tools, nicht Bürokratie. Caesar ist klein, schnell und zielgerichtet. Wenn ein Feature nicht innerhalb von Tagen einsetzbaren Wert liefert, fliegt es raus. Lieber drei Werkzeuge, die täglich gebraucht werden, als dreißig, die niemand kennt.

Wann Caesar passt, und wann nicht

Caesar passt, wenn du SAP Business One einsetzt (oder einsetzen willst), zwischen 10 und 200 Werker:innen hast und das Gefühl kennst, dass dein ERP an der Werkstatttür endet.

Caesar passt nicht, wenn du eine 5.000-Mann-Konzernlösung mit APS, MES, Manufacturing Intelligence und 200-seitigem Lastenheft suchst. Das gibt es woanders besser.

Viele Wege führen nach Rom, aber nur einer in die digitale Fertigung.

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